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Die Handspiralorthese ist eine dynamische Unterarm-Handorthese, die das Handgelenk in eine physiologische Position stellt. Sie lässt jedoch Bewegung in alle Richtungen zu und schränkt somit das Arbeiten mit der Hand nicht ein.
Die Unterarmstreckmuskulatur wird in Ihrer Aufgabe das Handgelenk zu strecken unterstützt, ohne ihr komplett die Arbeit abzunehmen. So wird eventuell noch vorhandene Restmuskulatur weiterhin aktiviert und dadurch gestärkt.
Mögliche Indikationen sind zum Beispiel:

  • Schlaffe Fallhände
  • Epicondylitis humeri radialis (Tennisarm)
  • Schmerzzustände im Handgelenk

 

Funktionsweise der Handspirale
Die Handspirale ist durch ihre spezielle Karbonfaser sehr flexibel, ohne dabei dauerhaft an Form zu verlieren. Sie springt ohne Krafteinwirkung von extern immer wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Die Handspiralorthese hat die Aufgabe das Handgelenk in einer Arbeitsposition zu halten, um so eine bessere Funktion der Finger zu ermöglichen. Die Finger sind nicht mit in die Orthese eingefasst, um den vollen Bewegungsumfang der Finger nutzen zu können. Lediglich durch eine Anstützung auf der Handunterseite wird das Handgelenk in Position gebracht.
Durch die Spiralform der Orthese besteht ein sehr guter Kraftschluss zum Arm.
Die Orthese ist unauffällig ohne einen Verschluss zu tragen.

Herstellung der Orthese
Um eine exakte Passform und eine genaue Winkelstellung im Handgelenk zu gewährleisten, wird der Arm durch einen Gipsabdruck abgeformt. Über das Modell wird - je nach gewünschter Flexibilität - eine bestimmte Anzahl Karbonfasern gelegt und diese unter Vakuum ausgehärtet. Auf der Innenseite der Handspirale wird im nächsten Schritt ein Neoprenpolster angebracht, welches eventuell auftretende Scherkräfte über das Polster abfängt. Vor Abgabe des Hilfsmittels erfolgt der Funktionstest zusammen mit dem Patienten, um sicherzustellen, dass die Orthese einwandfrei funktioniert.

Optimierung - je nach Anspruch
Je nachdem, wie viel seitliche Stabilität die Hand noch besitzt, gibt es eine Ausführung mit seitlicher Führung und eine ohne. Die Auswahl des passenden Modells wird während der Gipsmaßnahme erprobt und festgelegt. Somit ist sichergestellt, den Patienten in seinen Fähigkeiten optimal zu versorgen.